1. Oft sind es die Angehörigen (entweder die Ehepartner*innen oder die Töchter und Söhne), die einen angemessenen Ort für die Betreuung und Pflege suchen. Deshalb finden vor dem Einzug in die Wohngemeinschaft mehrere Treffen statt, so dass sich Pflegende und Angehörige kennenlernen und die vielfältigen organisatorischen Belange geklärt werden. Vielfach übernehmen die Angehörigen auch gleichzeitig die gesetzliche Betreuung. Oft sind sie aber auch diejenigen, die die jetzige/ den jetzigen Bewohner*in vorher gepflegt haben.
  2. Eine gute Beziehung zwischen Angehörigen und Pflegekräften kann für beide Seiten sehr entlastend sein. Angehörige können zur Anamnese und zum Verständnis der/ des Demenzkranken beitragen und werden auf Wunsch in die Pflege und Betreuung mit eingebunden. Sie können regelmäßige Aufgaben übernehmen wie Spazierengehen, Mithelfen bei der Tagesgestaltung, sich die Versorgung von täglichen Dingen mit den Pflegenden teilen etc. Die Angehörigen holen sich Rat und Informationen bei den Pflegekräften über das Krankheitsbild, generelle Finanzierungsmöglichkeiten, mobile Hilfsdienste sowie Selbsthilfegruppen und Möglichkeiten zur psychosozialen Unterstützung, die Gespräche mit Menschen vermitteln, die sich in einer vergleichbaren Lebenssituation befinden.
  3. Vor allem, wenn Menschen mit Demenz über einen längeren Zeitraum, z.B. von der/ dem Ehepartner*in gepflegt wurden, entstehen u.U. Schuldgefühle, den/ die Partner*in weggegeben zu haben und dies, obwohl die jahrelange intensive Pflege für viele bedeutet hat, dass sie physisch und psychisch ausgebrannt sind und Sozialkontakte durch die Isolation mit der/ dem Erkrankten verloren gingen.
  4. Um die Beziehung zwischen Angehörigen und Pflegenden zu unterstützen, ist es wichtig, dass Unzufriedenheit so früh wie möglich angesprochen und eventuell auftretende Missverständnisse geklärt werden. Es ist sehr sinnvoll und für beide Seiten unterstützend, wenn offene Gespräche darüber stattfinden, welche gegenseitigen Erwartungen bestehen, welche Grenzen gesetzt werden müssen und wie ein gemeinsames Pflegeverständnis aussehen kann.

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